Mr. Eurovision and me

Mittwoch, 21. Juli 2010 von Lukas

Bevor wir nach Oslo gereist sind, hatte ich ja keine Ahnung vom Eurovision Song Contest. Ich wusste nicht mal, wer Svante Stockselius ist, der Executive Supervisor der Veranstaltung, der Herr über die Regeln und damit eine Mischung aus Bernie Ecclestone, Marcel Reich-Ranicki und Dr. Heindl. Am Ende wusste ich natürlich Bescheid und war entsprechend dem Schwächeanfall nahe, als “Mr. Eurovision” bei der Aftershowparty plötzlich drei Meter neben mir stand. Außerdem ist Svante Stockselius sehr gewissenhaft bei der Beantwortung seiner E-Mails.

Letzteres weiß ich, weil ich seine Hilfe brauchte: Anfang Juni berichteten diverse deutsche Boulevard-Medien, Menowin Fröhlich, der Zweitplatzierte der diesjährigen “Deutschland sucht den Superstar”-Ausgabe, wolle im kommenden Jahr für Österreich am ESC teilnehmen. Eine Aufgabe, für die sich zwei Wochen zuvor schon DJ Ötzi ins Gespräch gebracht hatte.

Nun ist es aber so, dass Österreich seit 2007 nicht mehr beim Grand Prix teilgenommen hat — ein Umstand, auf den die meisten Medien immerhin hinwiesen. Österreich (bzw. der verantwortliche Sender ORF) müsste sich also erst einmal dazu durchringen, wieder anzutreten.

Da die strengen Statuten der European Broadcasting Union (EBU) jahrelang besagten, dass nur teilnehmen darf, wer den Song Contest im Vorjahr ausgestrahlt hat, und der ORF den Grand Prix dieses Jahr gar nicht übertragen hat, wäre es möglich gewesen, dass die ganzen Meldungen über eine Grand-Prix-Teilnahme Fröhlichs für Österreich im kommenden Jahr völliger Quatsch gewesen wären — und damit ein Fall fürs BILDblog.

Allein: Es grenzte an ein Ding der Unmöglichkeit, die aktuell gültigen Statuten einzusehen. Beim NDR war man so nett, dicke, staubige Regularienbücher für uns zu wälzen, aber das Ergebnis lautete nur, dass man die entsprechende Regel zwar nicht gefunden habe, sich aber dennoch nicht ganz sicher sei.

Und so schrieb ich am 8. Juni eine E-Mail an Svante Stockselius, die er (verdienter wochenlanger Urlaub, nehme ich an) am vergangenen Sonntag (!) beantwortete:

No this rule are no longer in action.
ORF are free to participate in ESC11.

Damit war die seit Wochen brach liegende BILDblog-Geschichte zwar endgültig hinfällig, dafür habe ich jetzt eine an mich persönlich adressierte E-Mail von “Mr. Eurovison”.

Und so freuen wir uns dann auf den Grand Prix im nächsten Jahr und die Null Punkte aus Österreich.

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Outtakes (2)

Mittwoch, 23. Juni 2010 von Lukas

Und nun zu etwas völlig Anderem:

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Outtakes (1)

Sonntag, 20. Juni 2010 von Lukas

Lange angekündigt, jetzt endlich da: Die Outtakes, Teil 1.

Wirklich nur für Hardcore-Fans von oslog.tv!

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Ein Siegeltyp

Montag, 31. Mai 2010 von Lukas

Eines muss man Ralph Siegel lassen: Die Konsequenz, mit der er sein bisschen Denkmal demontiert, ist beeindruckend.

Vergangene Woche mopperte er im “SZ Magazin” über Lena Meyer-Landrut und Stefan Raab, jetzt meldete er sich erneut zu Wort und erklärte, da “Satellite” von Julie Frost (USA) und John Gordon (Dänemark) geschrieben wurde, sei er natürlich immer noch der einzige Deutsche, der diesen Komponistenwettstreit gewonnen habe.

John Gordon und Julie Frost.

Es ist schon besorgniserregend genug, dass es in Siegels Umfeld offenbar keine Menschen gibt, die diesen wütenden, alten Mann davon abhalten, mit derlei missmutigen Äußerungen aufzufallen. Aber anscheinend gibt es auch niemanden, der sich traut, ihm die Wahrheit zu sagen: Siegel ist gar nicht der einzige Deutsche, der mal einen Grand-Prix-Siegertitel geschrieben hat. Er ist nicht mal der Erste.

1972 hatte Vicky Leandros für Luxemburg gewonnen — mit einem Titel, der unter anderem aus der Feder des deutschen Komponisten Klaus Munro stammte.

[via Tell It Like It Is in den Kommentaren]

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Lena wins, Stefan sings

Sonntag, 30. Mai 2010 von Lukas

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